Für Menschenrechte und Demokratie

Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.

Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.

Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.

Machen Sie mit!

Rechtsextreme können nur da laut sein, wo wir zu leise sind.

Sie starben, weil sie anders aussahen, anders dachten, anders lebten.

Ergänzend zur Schau „Mensch, du hast Recht(e)“ werden die Morde heutiger Rechtsextremer in der Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ thematisiert.

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich noch viele. Aber wer weiß heute noch, dass der 17-jährige Schüler Nihad Yusufoglu am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) sterben musste, weil ein gleichaltriger Naziskinhead ihn mit einem Messerstich ins Herz tötete? An ihn und andere Opfer erinnert die Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“.

Über 180 Menschen fielen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz war, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Die Ausstellung möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

Die vom Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ erarbeitete Ausstellung wird vom 7. 11. bis zum 17.11.2016 in der Odenwaldhalle, Erbacher Straße 33 in 64720 Michelstadt Mo. bis Fr. 9.00 – 14.00 Uhr präsentiert. Sie ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Mensch, du hast Recht(e)“ von der Bildungsstätte Anne Frank, die auf Einladung der Kinder-und Jugendförderung des Odenwaldkreises zeitgleich gezeigt wird.

Am Montag, 07. November 2016 findet die Eröffnung um 17.00 Uhr in der Odenwaldhalle statt.

Weitere Informationen unter www.odenwald-gegen-rechts.de und 06061/969911

Rosen und Kieselsteine zum christlichen und zum jüdischen Totengedenken

Wie bereits in den vergangenen Jahren veranstaltet die Stolperstein-Initiative Michelstadt auch 2016 zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 wieder einen Rundgang zu einer Reihe der in Michelstadt verlegten 59 Stolpersteine. Gestaltet wird der Rundgang in diesem Jahr von Schülern des Gymnasiums Michelstadt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Rundgangs stehen die durch das NS-Regime ermordeten Kinder und Jugendlichen aus Michelstadt und deren Familien.

Der Rundgang beginnt am Mittwoch, dem 9. November 2016, um 11.30 Uhr vor dem historischen Rathaus. Er führt zunächst zum Haus der Familie Katz in der Schulstr. 7 und von dort zurück durch die Grosse Gasse zur Synagoge in der Mauerstr. 19 und dann durch den Stadtgarten zur Braunstraße. Der Rundgang endet gegen 13.00 Uhr vor dem Haus Braunstr. 22 (ehemals Möbelgeschäft Weyrich). 

An den auf diesem Wege liegenden Stolpersteinen werden die Schüler die Namen der Opfer vorlesen und danach zum christlichen und zum jüdischen Totengedenken an jedem Stolperstein jeweils eine Rose und einen Kieselstein niederlegen. Zum Schicksal der ermordeten Kinder und Jugendlichen wird Studiendirektor Franz Bürkle kurze Informationen verlesen. Vertreter der katholischen, der evangelischen, der jüdischen und der alevitischen Religionsgemeinde werden Friedensgebete sprechen. Anschließend fassen sich an jedem Verlegeort die an dem Rundgang teilnehmenden Personen an der Hand und sprechen gemeinsam auf hebräisch und auf deutsch die Worte „Shalom alejchem! Friede sei mit Euch!“

Zehn Jahre Aufklärungsarbeit

„ODENWALD GEGEN RECHTS" Bündnis blickt mit Festakt auf das bisher Geleistete zurück

Von Michel Lang 

MICHELSTADT. Mit einer Feier im Michelstädter Patat-Kleinkunstkeller haben Mitglieder und Gäste am Samstag    das zehnjähri­ge Bestehen der Initiative „Oden­wald gegen Rechts - bunt statt braun" gewürdigt.

10 Jahre "Odenwald gegen Rechts - bunt statt braun"

Zur Jubiläumsveranstaltung wird das Theater- Projekt von  Andreas Breiing und Carsten Kristofiak "Tischgespräche mit Hitler" aufgeführt.

Dieses spannende Lehrstück lässt die Zuschauer die privaten Tischreden von Adolf Hitler nacherleben. Den Zuschauern wird ein erhellender Einblick in die Persönlichkeit von Adolf Hitler gegeben. Diese Darstellung erfolgt mit der Absicht: „Man muss Hitler auf seine private Persönlichkeit reduzieren, um ihn von seinem Kultstatus zu entzaubern!“

„bunt statt braun“ steht mit seiner Arbeit in Form von Veranstaltungen und Aktionen für eine offene und tolerante Gesellschaft in der Region.

Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Karten ist jedoch begrenzt.

Eine Anmeldung ist daher bis zum 20. 9. erforderlich unter rittip@gmx.de.

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ als Anzuhörende zum Thema Rechtsextremismus im Hessischen Landtag

 „Mit Flüchtlingen und Asyl hat die rechte Szene ihr absolutes Thema gefunden“. Diese Aussage des hessischen Verfassungschutzpräsidenten Robert Schäfer bei der Anhörung im Wiesbadener Landtag am 7.9. fasste kurz zusammen, was primär während der 6-stündigen Veranstaltung erörtert wurde. Bei der besonderen Affinität der Rechtsextremisten zu Waffen und Gewalt könnten deren Straftaten auch in Terrorismus enden, warnt Schäfer.

Begrüßung der Zeitzeugen durch Dr. Benjamin Heimerl, Ev. Dekanat Odenwald

Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,

und besonders: liebe Zeitzeugen.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Grußwort von Odenwald gegen Rechts einleiten soll.

Wünsche ich uns einen schönen Abend? Einen guten Tag? Oder gar Viel Spaß?  

Alle Begrüßungen scheinen mir völlig unangemessen.

„Fragt uns, so lange wir noch antworten können!“

Öffentliche Veranstaltung mit Überlebenden des

 nationalsozialistischen Terrors

am 22. Juni 2016 im Koster Höchst

Sie haben den Holocaust überlebt und in Nazi-Konzentrationslagern die Hölle erlebt. Seit Jahren kämpfen sie unermüdlich gegen das Vergessen und das vergiftete Gedankengut der rechten Szene. „Wir müssen dies alles unseren Kindern und Enkelkindern erzählen, damit das, was wir erlebt haben, nie wieder passiert.“ (Birkenau-Häftling  Jacek Zieliniewicz)

Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990

Ausstellung im Gymnasium Michelstadt 

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich etliche. Den meisten ist nicht bekannt, dass über 180 Menschen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen. Sie wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz war, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Die Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

Die Ausstellung des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts“ wird vom 25.04. bis 29.04.2016 im Multiraum des Gymnasiums Michelstadt Schülerinnen und Schülern gezeigt.

Besucher sind in der Zeit von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr nach Anmeldung im Schulsekretariat willkommen.

 

 

Stellungnahme von „Odenwald gegen Rechts“ zu den Flüchtlingen

                                                              

März 2016

 Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit den geflüchteten Menschen, die zu uns kommen!

Für eine gewaltfreie Welt

„Wir demonstrieren für eine friedliche Welt und ein gutes Leben für ALLE!“

Zum Odenwälder Friedensmarsch von Erbach nach Michelstadt am 26. März 2016 ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

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