Für Menschenrechte und Demokratie

Wir sind eine Initiative Odenwälder Bürgerinnen und Bürger, die sich am 04. Oktober 2006 gebildet hat. Unmittelbarer Anstoß waren die im Sommer angekündigten Neonazi-Aufmärsche im Odenwald. Wir wollen auf einer möglichst breiten gesellschaftlichen Basis viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen für eine Mitarbeit gewinnen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, intolerantes Verhalten, Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu bekämpfen.

Wir wollen eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen anstoßen.

Wir freuen uns über Menschen, die auch daran interessiert sind und diese Ziele teilen.

Machen Sie mit!

Rechtsextreme können nur da laut sein, wo wir zu leise sind.

Keine AfD in den Landtag

Die Würde des Menschen ist unantastbar

(Grundgesetz, Artikel 1 Abs. 1)

Da die AfD den Grunssatz der Unantastbarkeit der Menschenwürde in Frage stellt und mit Füßen tritt, nimmt das Bündnis "Odenwald gegen Rechts- bunt statt braun" an keiner Veranstaltung der AfD teil und lädt auch keine Vertreterinnen und Vertreter dieser Partei ein.

 

Die AfD ist nicht die einzige Partei am rechten Rand, die die wachsende gesellschaftliche Polarisierung und den Anstieg des Rassismus in Deutschland mitvorantreibt und davon profitiert. Aber sie ist der Kristallisationspunkt der erstarkenden Rechten. Der Einzug der AfD in den Bundestag markiert einen vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis der niedersächsischen Landtagswahl: Ihr Erfolgskurs ist kein Automatismus. In Niedersachen war sie mit 6,2 Prozent viel näher an der Fünf-Prozent-Hürde als an ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl.

Die AfD ist eine rassistische Partei

Wir sagen: Die AfD ist eine rassistische und völkisch-nationalistische Partei. Sie steht für Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung. Sie hat sich in den letzten Jahren radikalisiert, und sie scheint sich weiter zu radikalisieren. Die AfD fordert eine „Minuszuwanderung“ und spricht Muslimen das Recht auf freie Religionsausübung ab. Außerdem vertritt sie ein reaktionäres Familienbild und will Frauenrechte einschränken. Die AfD schürt Hass und Angst. So hat sich seit dem Aufstieg von AfD und PEGIDA die Zahl der rassistischen Angriffe mehr als verdoppelt.

Hinzu kommt: In der AfD gewinnt ein wachsender faschistischer Flügel immer mehr Einfluss. Die Partei will die Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus und des Holocaust tilgen. In ihrem Grundsatzprogramm fordert sie eine nationale Geschichtsklitterung. Und im Landtag von Baden-Württemberg beantragte sie, die Zuschüsse für Schülerfahrten zu NS-Gedenkstätten zu streichen. Weder Björn Höcke noch Wolfgang Gedeon wurden wegen völkisch-nationalistischer und antisemitischer Äußerungen aus der Partei ausgeschlossen.

Wir sagen: Eine Partei, die Neofaschisten und Antisemiten in ihren Reihen duldet und deren Rassismus die Gesellschaft spaltet, hat im Hessischen Landtag nichts zu suchen.

Die AfD steht für Sozialabbau

Wir sagen: Die AfD steht für Sozialabbau. Unter dem Schlagwort der Haushaltskonsolidierung wurden vor über zehn Jahren die schärfsten sozialen Angriffe in der Geschichte des Landes Hessen durchgesetzt. Frauenhäuser mussten schließen, Jugendzentren ihren Betrieb einstellen. Die Arbeitszeit von Landesbediensteten wurde auf 42 Wochenstunden angehoben und die Arbeitszeiten im Einzelhandel durch die Öffnung des Ladenschlussgesetzes unzumutbar verlängert.

Die AfD will an dieser Politik nichts ändern. Im Gegenteil: Sie will sie fortführen. Im Thüringischen Landtag hat sie einen Antrag zur weiteren Öffnung des Ladenschlussgesetzes eingebracht. Im Berliner Abgeordnetenhaus spricht sie sich für eine konsequente Konsolidierungspolitik aus und fordert, die Schuldenbremse in die Berliner Verfassung zu schreiben. Und in ihrem Steuerkonzept fordert die AfD, Reiche zu entlasten, was zu Einnahmeverlusten im zweistelligen Milliardenbereich führen würde.

Wir sagen: Die AfD spaltet die Gesellschaft und den Widerstand gegen ungerechte Verteilung und Sozialabbau. Rassismus hat noch nie dazu geführt, dass Mietwucher gestoppt, bessere Schulen oder mehr Kitas gebaut wurden oder dass es Erwerbslosen besser ging. Wir brauchen in Hessen keine Sündenböcke, sondern eine solidarische Politik.

Für einen Landtag ohne AfD – Unsere Alternative heißt Solidarität

Wir sagen: Gegen die AfD und die akute Bedrohung von rechts braucht es ein breites gesellschaftliches Bündnis. Der Kampf gegen Rassismus und die AfD ist Aufgabe aller, die eine offene und solidarische Gesellschaft anstreben. Wir stehen an der Seite von Geflüchteten, von Muslimen und allen Minderheiten, die nach dem Willen der AfD systematisch benachteiligt und ausgegrenzt werden sollen. Wir treten ein für die Lehren aus den deutschen Verbrechen der Vergangenheit, die sich niemals wiederholen dürfen. Und wir wollen eine Politik in Hessen, die die Fragen nach sozialer Gerechtigkeit ins Zentrum rückt. Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit können dann zurückgedrängt werden, wenn Menschen sich gemeinsam wehren.

Wir sagen: Der Rassismus der AfD spaltet und vergiftet das Klima. Die AfD verhindert Solidarität. Ihr Scheitern würde sie über Hessens Grenzen hinaus empfindlich schwächen.

 

 

„Euer Ende naht!“

Pressemitteilung

Anonymer Drohbrief geht bei Odenwald gegen Rechts ein

ODENWALDKREIS. Ein anonymer Drohbrief in einem Umschlag zusammen mit Flugblättern der AfD und anderen rechten Gruppen ist bei der Initiative „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ eingegangen. In dem Schreiben werden gegen die Mitglieder der Initiative, die sich seit Jahren mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus einsetzt, Beleidigungen und Drohungen ausgesprochen. Der anonyme Verfasser schreibt unter anderem: „Möge Euch der Volkszorn treffen! Euer Ende naht!“. 

Die Initiative „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ wird sich von einem rechtsextremen Drohbrief nicht einschüchtern lassen: „Wir werden uns selbstverständlich auch in Zukunft konsequent für eine weltoffene und solidarische Gesellschaft einsetzen und gegen Rechtsextremisten und Neofaschisten klar und deutlich Stellung beziehen. Im Gegensatz zu dem feigen Schreiber des anonymen Briefes engagieren wir uns öffentlich mit unserem Namen und zeigen Gesicht“, stellen Irmhild Rittmeyer und Harald Staier klar. „Wer in anonymen Briefen großmäulig auftritt, aber nicht den Mut hat, mit seinem Namen für seine Positionen einzutreten, verdient nur Verachtung“. Gleichwohl wird „Odenwald gegen Rechts“ gegen den Verfasser des handschriftlichen Briefes bei der Staatsanwaltschaft und bei der Kriminalpolizei Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Bedrohung erstatten: „Wir wollen den Vorfall bei den zuständigen Behörden dokumentieren, ein Ermittlungsverfahren einleiten lassen und gegebenenfalls den Verfasser des anonymen Drohbriefes strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen“.

DGB-Regionssekretär Horst Raupp, der sich ebenfalls im Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ engagiert, betont: „Menschenverachtenden, rassistischen und antisemitischen Hass- und Hetzparolen von alten Nazis und Neonazis muss öffentlich und sehr deutlich widersprochen werden. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Braune Verbrecher dürfen niemals wieder auch nur den Hauch einer Chance bekommen, ihre verbrecherische, menschenverachtende und menschenvernichtende Ideologie nochmals in die Tat umzusetzen“.

 

Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss

 

Zum Ergebnis der parlamentarischen Aufklärung im Hessischen Landtag

 

Der hessische NSU-Untersuchungsausschuss hat seine Beweisaufnahme beendet und bereitet seinen Abschlussbericht vor. Aus diesem Anlass lädt das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ zu einem Vortragsabend am Montag, den 7.5.2018  um 19 Uhr im alten Michelstädter Rathaus ein. Zu Gast sind der Landtagsabgeordnete Hermann Schaus (Die Linke), Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss, und die wissenschaftliche Referentin Milena Hildebrand.

1. Odenwälder Cryptoparty

04. Mai 2018, 17.00 Uhr
AWO Mehrgenerationenhaus, Kellereibergstraße 4, 64720 Michelstadt

Beim politischen Engagement jeder Art ist es essentiell wichtig, die Sicherheit der eigenen Daten im Blick zu behalten. Gerade jüngere Aktivisten, die die teilweise militanten Rechtsradikalen beim Verbreiten ihrer menschenverachtenden Propaganda hindern wollen, brauchen mehr Knowhow in Puncto Datenschutz, um nicht durch vermeidbare Fehler selbst zur Zielscheibe von Neonazis zu werden.

Todesopfer rechtsradikaler Gewalt im Fokus

Höchst im Odenwald 19.03.2018                            Von Gabriele Lermann 

VERNISSAGE Bündnis „Odenwald gegen Rechts“ präsentiert im Höchster Bürgerhaus eine eindrucksvolle Schau

HÖCHST - Eine Ausstellung, die nicht nur Information, sondern vor allem eine Mahnung ist, zeigt das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ derzeit im Höchster Bürgerhaus. Unter dem Titel „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt in Deutschland seit 1990“ wird an Menschen erinnert, die aus rassistischen und faschistischen Gründen ermordet wurden. Auf ganze 189 Todesopfer aus den Jahren 1990 bis 2014 weist die Ausstellung, die vom Bündnis selbst erarbeitet wurde, hin.

Auch NSU-Morde werden thematisiert.

Aus dem Nichts

im Kino Höchstam Samstag, den 17.03.2018 um 17.00 Uhr.

Freigegeben ab 12 Jahre.

Der Eintritt ist frei

Der  Spielfilm von Fatih Akin aus dem Jahr 2017 wurde durch das 2004 von der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verübte Nagelbomben-Attentat in Köln inspiriert.

„Warum ich erzähle…“

 

   Foto: Bistum Mainz    

  

 Wenn die Jüdin Maria Stroińska aus ihrem Leben erzählt, hört man eine Stecknadel fallen. Sie hat als Kind den Holocaust überlebt und setzt sich heute unermüdlich als Mahnerin ein, damit das oft gehörte „Nie wieder“ keine Floskel bleibt.

Ausstellung "Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990"

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich viele. Den meisten ist nicht bekannt, dass mindestens 200 Menschen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen.

Offener Brief an den Präsidenten der Eintracht Ffm

 

 An die

 Eintracht Frankfurt e.V.

 Herrn Präsident Peter Fischer

Mörfelder Landstr. 362

60528 Frankfurt/Main 

                Für ein gewaltfreies und

respektvolles Miteinander

 

info@odenwald-gegen-rechts.de

www.odenwald-gegen-rechts.de

 

 

 

               13.01.2018

 

Betreff:   Haltung des Eintracht-Präsidenten zum  Umgang mit der AfD

Sehr geehrter Herr Fischer,  

in der Frankfurter Rundschau vom 6. Januar 2018 haben wir Ihre Stellungnahme zu Ihrer Einstellung gegenüber der AfD und deren Anhängern gelesen. Sie trifft bei unserem Bündnis, das sich seit über 11 Jahren für Menschenrechte und Demokratie und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzt, auf große Zustimmung.

Wir möchten Sie darin bestärken, auch bei möglichen Einflussnahmen seitens der AfD bei Ihrer weltoffenen und toleranten Haltung zu bleiben.

Dem Zitat von Petra Roth "Ich wünsche mir mehr Peter Fischers" schließen wir uns uneingeschränkt an.

 

Mit freundlichen Grüßen

Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun  

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