Im Labyrinth des Schweigens

Filmvorführung in den Erbacher Lichtspielen

„Im Labyrinth des Schweigens“ ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2014, das die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse thematisiert.

Im August 2015 wurde dieser Film als deutscher Kandidat für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film benannt.

Am Dienstag, 2. Februar, wird „Im Labyrinth des Schweigens“ um 19 Uhr in den Erbacher Lichtspielen gezeigt.  

 Deutschland 1958: Wiederaufbau, Wirtschaftswunder. Der junge Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) muss sich um wenig interessante Verkehrsdelikte kümmern.

Als der Journalist Thomas Gnielka im Gericht der Stadt Frankfurt am Main einen ehemaligen Wärter des Vernichtungslagers Auschwitz anzeigen möchte, den sein Bekannter Simon Kirsch als Lehrer auf einem Schulhof gesehen hat, stößt dies auf breite Ablehnung.

Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann, sich mit dem Fall zu beschäftigen – und stößt auf ein Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Verklärung. Von „Auschwitz“ haben die einen nie gehört, und die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Nur Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss) unterstützt Radmann.

Er möchte die begangenen Verbrechen seit langem an die Öffentlichkeit bringen. 

Radmann sucht trotz hinhaltenden Widerstands der Behörden nach Tätern und Zeugen, die die Verbrechen im KZ bezeugen können. Seine Bemühungen haben gefruchtet: 1963 beginnt der Auschwitz-Prozess, der bis 1965 andauert.

Die Veranstaltung von Odenwald gegen Rechts in Kooperation mit den Erbacher Lichtspielen ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“, die der Hessische Rundfunk und das Fritz Bauer Institut auf Einladung der Stadt Michelstadt noch bis zum 28. Februar 2016 im Odenwald- und Spielzeugmuseum Michelstadt präsentieren.

Im Anschluss an den Film stehen Herr Kößler, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, und mehrere Zeitzeugen für ein Gespräch zur Verfügung.

Der Eintritt beträgt 3 Euro.