Ausstellung "Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990"

Die Todesopfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind einer breiten Öffentlichkeit bekannt, auch an die tödlichen Brandanschläge von Mölln und Solingen erinnern sich viele. Den meisten ist nicht bekannt, dass mindestens 200 Menschen seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen. Sie wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz war, manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Die Ausstellung „Todesopfer menschenfeindlicher Gewalt seit 1990“ möchte den vielen kaum bekannten Opfern einen Namen geben, öffentlich machen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden und die anhaltende Verdrängung rechter Gewalt thematisieren.

Die Ausstellung des Bündnisses „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ wird vom 15.03. bis 27.04.2018 im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in der Galerie des Höchster Rathauses während der Rathausöffnungszeiten gezeigt.

Eröffnet wird die Ausstellung am 15.03.2018 um 19.00 Uhr, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.