
„Wer bin ich? –
Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“
Das Evangelische Kirche hat unter dem Titel „Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ eine Ausstellung zu Leben und Wirken des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer entwickelt.
Diese Ausstellung wird nun in einer Kooperationspartnerschaft des Evangelischen Dekanats Odenwald, der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst und dem „Bündnis Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ anlässlich des „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar“ sowie dem „120 – jährigen Jubiläum des Geburtstags von Dietrich Bonhoeffer am 4. Februar“ gezeigt.
Um was geht es?
Stürmische Zeiten gab es nicht nur damals. Gerade im Hinblick auf aktuell wieder aufkeimenden Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rechtspopulistische Meinungsmache und „Fake News“ ist es den Entwicklern der Ausstellung wichtig, einen deutlichen Kontrapunkt zu setzen und an die Schrecken des NS-Regimes zu erinnern. „Wehret den Anfängen!“ und „Nie wieder ist jetzt!“ – diese Weckrufe scheinen nötiger denn je.
80 Jahre nach seiner Hinrichtung soll die Ausstellung an den Widerstand des Pfarrers gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus und sein bis in die heutige Zeit wirkendes Vermächtnis erinnern. Sie richtet sich an Erwachsene und Jugendliche und enthält interaktive Elemente, die zum Nachdenken anregen. Genau wie Bonhoeffer in seinem Gedicht „Wer bin ich?“, kann sich jede/r Besucher/in diese Frage – gerade auch im Zusammenhang mit der eigenen Haltung – stellen. Denn bezeichnend für Bonhoeffer war, dass er seine Haltung und Ethik vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens und durch das Kennenlernen anderer Perspektiven und Meinungen immer wieder hinterfragt hat.
Wo und Wann?
In Höchst kann die Ausstellung im Evangelischen Gemeindehaus ( Otto-Koch-Haus ) zu den folgend genannten Öffnungszeiten von allen daran interessierten Personen ohne vorherige Anmeldung besichtigt werden. Dabei steht Gemeindepädagogin Eva Heldmann zum Gespräch über die Inhalte der Ausstellung bereit:
Sonntag, 25.1. von 10.30 – 11.30 Uhr
Dienstag, 27.1. von 18 – 21 Uhr
Freitag, 30.1. von 17 – 19 Uhr
Samstag, 31.1. von 13 – 18 Uhr
Sonntag, 1.2. von 10.30 – 11.30 Uhr
Mittwoch, 4.2. von 18 – 21 Uhr
Begleitprogramm
Die Ausstellung wird in Höchst durch folgendes Begleitprogramm ergänzt, das ebenfalls im Evangelischen Gemeindehaus ( Otto-Koch-Haus ) in Höchst stattfindet :
Sonntag den 25. Januar um 9.30 – 10.30 Uhr
Gottesdienst von Pfr. i.R. Dr. h.c. Ulrich Schwemer
Zum Gedenken an Leben und Wirken von Dietrich Bonhoeffer – sowie das Handeln und Versagen der Kirche im Widerstand gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus“ wird ein Gottesdienst von Pfr. i.R. Dr. h.c. Ulrich Schwemer ( ehem. Vorsitzender von „Im Dialog – Evangelischer Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau“ ) gehalten.
Dienstag den 27.Januar und Mittwoch den 4. Februar jeweils um 19.30 – 21 Uhr
Themenabende
Am gibt es unter Moderation von Gemeindepädagogin Eva Heldmann zwei Themenabende zum gemeinsamen Austausch und zur kritischen Auseinandersetzung . Unter dem Titel „Dem Rad in die Speichen fallen – Von der Pflicht zum Widerstand“ steht das mutige Eintreten Dietrich Bonhoeffers gegen Unrecht im Mittelpunkt – und die Frage, welche Bedeutung sein Vermächtnis für uns heute haben kann.
In dem Zusammenhang werden auch Aktivitäten dargestellt und Modelle von Denkmälern gezeigt, die zur Erinnerung an Dietrich Bonhoeffer und weitere christliche Widerstandskämpfer und Widerstandskämpferinnen dienen. Diese haben Jugendliche aus weiterführenden bzw beruflichen Schulen in Deutschland ( in Höchst und Michelstadt und Hamburg ) und Schulen in Polen ( in Stettin-Finkenwalde und Czestochowa-Redziny und Breslau ) im Rahmen von Projekten im Religionsunterricht und in der kirchlichen Jugendarbeit gestaltet.





















