An Samstagen im Juli und August gibt es Lesungen mit Texten zu Freiheit und anderen zivilisatorischen Errungenschaften.
Die Idee hatte Christine Becker (OgR), die diese Lesungen auch durchführt. Jeder und jede, die einen passenden Text lesen möchte ist herzlichst dazu eingeladen.
Um was geht es?
Kurze Lesungen selbst ausgewählter Texte zu Freiheit und anderen zivilisatorischen Errungenschaften.
Wann?
An einigen Samstagen im Juli und August von 10:00 Uhr und 11:30 Uhr
Wo?
Unter den Arkaden in Bad König
Wer kann mitmachen?
Wer Lust am Lesen hat und selbst Literatur (lizenzfrei oder eigene) zu Demokratie und Freiheitsrechten lesen möchte.
Wie sieht so eine Lesung aus?
Pro Lesung
ca. 15 Minuten;
zwei bis drei Personen abwechselnd;
mit kleinem Verstärker und Mikro;
ohne Bühne, Abgrenzung o.ä.
Ohne gewerbliche Absichten
Die Aktion wird unterstützt durch den Büchereiverein Bad König
Anmeldung: Christine Becker, Bad König, christine.becker.mail@gmx.de, 0160 / 97595211
Pop-up-Lesungen in Bad König
Kulturgut Literatur –Texte der Freiheit
Zum Runterladen und Verteilen, der Flyer von Christine
Am 10. Juni 2025 fand in der Jugendherberge im Kloster Höchst das Zeitzeugengespräch mit Jozefa Posch-Kotyrba statt.
Die Veranstaltung begann kurz nach 19:00 Uhr. Die Eröffnungsrede hielt Harald Staier. Er begrüßte zunächst Frau Posch-Kotyrba und die weiteren anwesende Zeitzeugen, danach die übrigen Gäste.
In seiner Rede ging er auf die Opfer von Krieg und Verfolgung ein und mahnte uns jeglicher Form von Ausgrenzung und Diskriminierung aus sozialen, religiösen, kulturellen oder sexuellen Gründen, sowie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entschieden entgegen zu treten.
Deshalb ist es so wichtig diese Zeitzeugenveranstaltungen auch mit den Schulen zu veranstalten.
(der vollständige Text der Rede ist unter dem Bericht beigefügt.)
Danach sprach Stefanie Roth einleitende Worte zum Zeitzeugengespräch.
Sie wies auf die Arbeit des Maximilian-Kolbe-Werks hin, das Überlebende nationalsozialistischer Konzentrationslager und Ghettos unterstützt.Ohne die Hilfe des Maximilian-Kolbe-Werks wären diese Zeitzeugengespräche nicht möglich.
Sie stellt auch kurz die drei weiteren Zeitzeugen vor, die sich diese Woche im Kloster Höchst aufhalten und täglich Gespräche mit Schülern des Odenwaldkreises führen.
Danach berichtet Jozefa Posch-Kotyrba über ihr Leben. Die Zeit vor der Verhaftung durch die Gestapo, das Leben in den verschiedenen nationalsozialistischen Lagern und ihr Leben danach.
Eine kurze Zusammenfassung:
Józefa Posch-Kotyrba wurde am 17. Februar 1938 in Jaworzno geboren. Ihre gesamte Familie wurde 1943 von der Gestapo verhaftet. Die Kinder wurden von der Mutter getrennt und in verschiedenen Lagern interniert. Die Mutter kam im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben, der Vater wurde als Untergrundkämpfer erschossen.
Bei Ausbruch des Krieges war Józefa Posch-Kotyrba fünf Jahre alt. Ihr Bruder Mieczysław war acht Jahre alt, die Schwester Gertruda zwei Jahre. Ihr Vater Józef arbeitete in der Kohlengrube „Kościuszko“ in Jaworzno. Ihre Mutter Helena (geb. Wrona) war Schneiderin.
In der Nacht vom 11. zum 12. August 1943 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern durch die Gestapo verhaftet wegen der Tätigkeit des Vaters im Untergrund. Der Vater war nicht zu Hause und konnte vorerst nicht verhaftet werden.
Die ersten Stationen der Internierung waren die Gefängnisse in Katowice und Mysłowice. Von dort kamen die Kinder in die sogenannten Polenlager Pogrzebień, Bogumin, Kietrz und schließlich in Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz, wo sie bis zur Befreiung am 21. Januar 1945 inhaftiert waren. Ihre Mutter wurde nach Auschwitz deportiert, wo sie verstarb. Ihr Vater wurde gemeinsam mit anderen Untergrundkämpfern von der Gestapo in Mysłowice erschossen.
Józefa war zu klein für eine Arbeit außerhalb des Lagers. Sie musste mit anderen kleinen Kindern die Baracken putzen und das Lagergelände in Ordnung halten.
Alle Geschwister haben überlebt, weil sie zusammen waren und sich gegenseitig unterstützen konnten. Nach der Befreiung fuhren sie mit dem zweiten Transport nach Będzin. Dort kamen sie in einem Krankenhaus unter. Über die Zeitung hatte ihre Großmutter erfahren, wo ihre Enkelkinder sind. Sie organisierte ihre Abholung und nahm die Kinder zu sich.
Nach dem Krieg besuchte Józefa die Grundschule. Dann kam sie in ein staatliches Internat für jugendliche Waisen in Krzeszowice bei Krakau, wo sie ihr Abitur machte. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Krakau. Nach dem Studium arbeitete sie 30 Jahre als Mathematiklehrerin in ihrer Heimatstadt Jaworzno. Während des Studiums lernte sie ihren ersten Mann kennen. Mit ihm bekam sie zwei Söhne. Sie hat zwei Enkelkinder. Nach dem Tod ihres Mannes 2002 heiratete sie einen Schicksalsgefährten, den Überlebenden Jan Kotyrba. Er starb 2005.
Sie interessiert sich für Sport, Film und Gartenarbeit. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Verein für Ehemalige Häftlinge. Von Zeit zu Zeit spricht als Zeitzeugin in polnischen Schulen.
Zum Schluss ermahnte sie das Publikum, alles dafür zu tun, dass es nie wieder zu einem Krieg kommt.
Das Publikum bedankete sich mit stehenden Ovationen bei Jozefa Posch-Kotyrba.
Vor und nach dem Zeitzeugengespräch konnten sich die Anwesenden am Infostadt von Odenwald gegen Rechts informieren.
Das Zeitzeugengespräch wurde von folgenden Organisationen veranstaltet:
Der vollständige Text der Eröffnungsrede von Harald Staier:
Am Samstag, 23. Mai 2026 feierten wir das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.
Sechs Menschen trafen sich um 13 Uhr um aufzubauen, denn ab 14 Uhr ging die Geburtstagsfeier zum Grundgesetz, in der Großen Gasse, in Michelstadt, los.
Wir hatten zwei Tische voller Infomaterialien und Aufkleber, zu diesem wichtigen Tag, neue Ausgaben des Grundgesetzes waren auch dabei.
Außerdem gab es ein Grundgesetz-Rätsel, was auch „alte Hasen“ zum Nachdenken brachte.
Zwei Maltische waren vorbereitet, um das wichtigste Gesetz der Bundesrepublik Deutschland, mit Farben darstellen zu können.
Und – worüber wir uns besonders freuten – wir hatten eine Plakat-Ausstellung von der Uni Siegen (die jedem frei zur Verfügung steht) zu zeigen. Darauf zu sehen, sind Grundgesetzartikel, die grafisch gestaltet wurden.
Viele Menschen kamen darüber sehr interessiert mit uns ins Gespräch. Zum Beispiel, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, dass wir alle vor dem Gesetz gleichbehandelt werden müssen und dass es ein Briefgeheimnis gibt, führte immer wieder zu tollen Gesprächen.
Manche derjenigen, die mit uns feierten, trauten sich sogar selbst kreativ zu werden und Wimpel zu gestalten, die wir vorbereitet hatten. Darauf wurden die Religionsfreiheit, die Vielfalt in unserem Land, Freiheit und die Gleichbehandlung immer wieder gemalt.
Dabei kamen wir auch immer wieder mit Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Eltern zu unserem Stand gekommen waren, in sehr interessante Gespräche über die Themen, die sie betreffen: das Miteinander verschiedener Menschen, die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungs, etc. Spannend zu sehen, wie sie sich damit auseinandersetzen und wie sehr sie sich schon mit diesen Themen beschäftigt haben um sich ihre eigene Meinung zu bilden.
Wir sechs Menschen, die sich einsetzen für ein BUNTES Miteinander, sind eine Kleingruppe von dem Bündnis „Odenwald gegen rechts – bunt statt braun“ und möchten hier dafür werben, dass die Demokraten in diesem Land zusammenhalten, weiterhin zusammenhalten.
Workshop und Argumentationstraining zum Thema Stammtischparolen
Stammtischparolen begegnen uns im Alltag häufiger, als uns lieb ist – im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz oder in Gesprächen unter Bekannten. Oft wirken sie einfach, provokant oder harmlos gemeint, aber sie transportieren abwertende und vereinfachende Botschaften. In diesem Workshop wird erläutert, was Stammtischparolen sind, wie sie funktionieren und warum sie so wirksam sein können. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Strategien kennen, um solchen Aussagen zu begegnen. Vom ruhigen Nachfragen bis hin zu klarer Positionierung. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit Stammtischparolen zu gewinnen und eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Anhand gemeinsamer Übungen werden Strategien erarbeitet und auch gleich ausprobiert. Der Workshop findet in Kooperation mit Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun statt und wird gefördert vom Bundesprojekt Demokratie leben vom BMBFSFJ.
Jugendherberge Kloster Höchst, Kirchberg 3, 64739 Höchst i. Odw.
Józefa Posch-Kotyrba wurde am 17. Februar 1938 in Jaworzno geboren. Ihre gesamte Familie wurde 1943 von der Gestapo verhaftet. Die Kinder wurden von der Mutter getrennt und in verschiedenen Lagern interniert. Die Mutter kam im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben, der Vater wurde als Untergrundkämpfer erschossen.
Bei Ausbruch des Krieges war Józefa Posch-Kotyrba fünf Jahre alt. Ihr Bruder Mieczysław war acht Jahre alt, die Schwester Gertruda zwei Jahre. Ihr Vater Józef arbeitete in der Kohlengrube „Kościuszko“ in Jaworzno. Ihre Mutter Helena (geb. Wrona) war Schneiderin.
In der Nacht vom 11. zum 12. August 1943 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern durch die Gestapo verhaftet wegen der Tätigkeit des Vaters im Untergrund. Der Vater war nicht zu Hause und konnte vorerst nicht verhaftet werden.
Die ersten Stationen der Internierung waren die Gefängnisse in Katowice und Mysłowice. Von dort kamen die Kinder in die sogenannten Polenlager Pogrzebień, Bogumin, Kietrz und schließlich in Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz, wo sie bis zur Befreiung am 21. Januar 1945 inhaftiert waren. Ihre Mutter wurde nach Auschwitz deportiert, wo sie verstarb. Ihr Vater wurde gemeinsam mit anderen Untergrundkämpfern von der Gestapo in Mysłowice erschossen.
Józefa war zu klein für eine Arbeit außerhalb des Lagers. Sie musste mit anderen kleinen Kindern die Baracken putzen und das Lagergelände in Ordnung halten.
Alle Geschwister haben überlebt, weil sie zusammen waren und sich gegenseitig unterstützen konnten. Nach der Befreiung fuhren sie mit dem zweiten Transport nach Będzin. Dort kamen sie in einem Krankenhaus unter. Über die Zeitung hatte ihre Großmutter erfahren, wo ihre Enkelkinder sind. Sie organisierte ihre Abholung und nahm die Kinder zu sich.
Nach dem Krieg besuchte Józefa die Grundschule. Dann kam sie in ein staatliches Internat für jugendliche Waisen in Krzeszowice bei Krakau, wo sie ihr Abitur machte. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Krakau. Nach dem Studium arbeitete sie 30 Jahre als Mathematiklehrerin in ihrer Heimatstadt Jaworzno. Während des Studiums lernte sie ihren ersten Mann kennen. Mit ihm bekam sie zwei Söhne. Sie hat zwei Enkelkinder. Nach dem Tod ihres Mannes 2002 heiratete sie einen Schicksalsgefährten, den Überlebenden Jan Kotyrba. Er starb 2005.
Sie interessiert sich für Sport, Film und Gartenarbeit. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Verein für Ehemalige Häftlinge. Von Zeit zu Zeit spricht als Zeitzeugin in polnischen Schulen.
Józefa Posch-Kotyrba kommt seit 2015 als Zeitzeugin ins Bistum Mainz.
Am 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes. Seit mehr als einem dreiviertel Jahrhundert sichert das Grundgesetz in Westdeutschland Freiheit, Frieden und Demokratie. Seit der Wiedervereinigung 1990 gilt das dank der friedlichen Revolution auch für Ostdeutschland.
Stand von OgR „Grundgesetz feiern“
Wir, Odenwald gegen rechts, möchten den Geburtstag des Grundgesetzes nutzen um dieses zu feiern und gemeinsam mit Interessierten über die Artikel des Grundgsetzes ins Gespräch kommen.
Dafür haben wir einen Infostand mit kostenlosem Material und eine kreative Mitmachaktion geplant. Wir freuen uns über jede Person die am 23.05. zwischen 14:00 und 17:00 Uhr bei uns am Stand vorbei kommt!
Wann?
23. Mai 2026 von 14 – 17 Uhr.
Wo?
Große Gasse, in Michelstadt, gegenüber dem Teeladen
Was gibt es?
einen Stand „Grundgesetz feiern“ mit einer Plakatausstellung zum Grundgesetz
einer Mitmach-Malaktion in Wimpelketten oder Zeichenblockpapier zum Thema Grundgesetz.
Weitere Aktionen zum Grundgesetz im Odenwaldkreis
Im folgenden empfehlen wir den Besuch von Aktionen befreundeter Organisationen im Odenwaldkreis
in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Sophia Erbach Hauptstrasse 42 4711 Erbach
Ein umfangreiches Medienpaket mit aktueller Sachliteratur zum Thema „Demokratie“ wird zur Ausleihzeit ab dem 23. Mai in der Erbacher Bücherei St. Sophia zur Ausleihe ausgestellt. Zugleich erhalten alle Besucherinnen und Besucher kostenlos ein gedrucktes Exemplar der Verfassung des Landes Hessen und des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (solange der Vorrat reicht. Mit dem Projekt „Demokratie stärken“ stärkt der Landesverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) die hessischen Bibliotheken in ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Partner bei der Informationsvermittlung.
Alle Titel können hier online ausgewählt werden: eopac.KoebErbach.de und vor Ort zu den üblichen Öffnungszeiten in der Bücherei – auch während der Ferien – in der Erbacher Hauptstraße 42 ausgeliehen werden:
Mittwochs 10:00 bis 11:30 Uhr und 15:30 bis 17:00 Uhr, Samstags 17:00 bis 18:00 Uhr sowie Sonntags 09:30 bis 11:30 Uhr.
Abgesagt:
„Wissen macht stark“ veranstaltet Feier zum Geburtstag des Grundgesetzes
Hinweisen möchten wir auch auf die Feier zum Geburtstag des Grundgesetzes von Wissen macht stark.
Sie findet am Samstag, 16.05.2026, statt.
Feier zum Geburtstag des Grundgesetzesmit Vortrag von Prof. Clauia Lohrenscheit zum Thema Menschenrechte von 15:00 bis 17:00 Uhr im Gruppenraum der Regionalen Diakonie Südhessen, Bahnhofstr. 38, 64270 Michelstadt.
Die Initiative BUNT STATT BRAUN, Groß-Umstadt zeigt zur Zeit die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Sie zeigt mit drei Stelen, einem Medientisch und interaktiven Elementen die Bedeutung der Demokratie für die Gesellschaft auf und thematisiert die Gefahren, die vom Rechtsextremismus ausgehen.
Ziel ist es, (junge) Menschen für die Thematik zu sensibilisieren, sie an zentrale Begriffe und Probleme heranzuführen – und sie für demokratisches Engagement zu motivieren.
Odenwald gegen Rechts BUNT STATT BRAUN unterstützt die Ausstellung und bittet euch diese zu besuchen.
Wann & Wo
Sehen könnt ihr die Ausstellung sehen im
Clubraum der Stadthalle Am Darmstädter Schloß 6 64823 Groß-Umstadt
Sie ist geöffnet:
Montags bis freitags: 14 bis 18 Uhr Samstags & sonntags: 11 bis 16 Uhr
In dieser Zeit wird es noch zwei Vorträge geben:
8. März 16:00 Uhr :„Antifeminismus und die Extreme Rechte“ und 14. März 16.00 Uhr „Demokratie unter Druck!?“
am 23.02. 2026, 13:00 Uhr wurden in einem feierlichen Rahmen am Montmelianer Platz in Höchst 8 Stolpersteine für die Jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die damals in diesem Bereich gewohnt haben verlegt.
Anschließend wurde für Wilhelm Fröhlich ein Stolperstein in der Friedrich-Ebert-Straße verlegt.
Verantwortlich für die gelungene Veranstaltung war die AG Stolpersteine aus Höchst.
Impressionen der Verlegung der Steine für die jüdischen Mitbürger
Die musikalische Begleitung erfolgte durch Schüler und Schülerinnen der Ernst-Göbel-Schule
Schüler und Schülerinnen der Ernst-Göbelschule, Leitung Hr. Link
Ansprachen
Begrüßung durch Harald Staier Sprecher der AG Stolpersteine
Ansprache durch Bürgermeister Jens Fröhlich
Ansprache durch Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden in Hessen
Verlegung der Stolpersteine der jüdischen Mitbürger
vor der Verlegung
Verlegung durch Gunter Demnig
Die Stolpersteine sind verlegt
weitere Impressionen
Eine Schuelerin der EGS verliest die Namen auf den Stolpersteinen
Bürgermeister Jens Fröhlich übergibt Geschenk an Daniel Neumann
Besucher der VeranstaltungKranzniederlegung am Denkmal der ehemaligen Synagoge
Impressionen der Stolpersteinverlegung für Wilhelm Fröhlich
Der Enkel von Wilhelm Fröhlich, Wilhelm Fröhlich, spielt Trompete
Daniel Neumann, Gunter Demnig, Harald Staier und Jens Froehlich
Besucher der Stolpersteinverlegung für Wilhelm FröhlichDer Stolperstein für Wilhelm Fröhlich
Die Gemeinde Höchst, die AG Stolpersteine, DGB Odenwald, das Bündnis Odenwald gegen Rechts, die AWO Höchst, und der SPD Ortsverein zeigen im Rathaus die Ausstellung:
„Die Blutnacht von Höchst“.
Wilhelm Fröhlich wurde am 2.März 1933 in Höchst von zwei SS Leuten ermordet. Fröhlich war zu diesem Zeitpunkt der Vorsitzende der Höchster Sozialdemokraten.
Die Ausstellung zeigt Bilder aus der „Blutnacht in Höchst“ vom 2. März 1933 und die juristische Aufarbeitung.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Rathaus.
Die Ausstellung wurde am 10. Februar 2026 eröffnet und kann noch bis zum 10. März 2026 im Höchster Rathaus in den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.
Eröffnung
Die Ausstellung wurde im feierlichen Rahmen am 10.Februar 2026 eröffnet.
Die Begrüßung erfolgte von Harald Staier für die Veranstalter und Jens Fröhlich als Bürgermeister
Die Gedenkrede hielt Horst Raupp (Darmstadt, Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen
In der Rede schilderte Horst Raupp die Vorgänge am Abend des Mordes an Wilhelm Fröhlich, wie die Vorgänge von der Nazi-Justiz umgedeutet wurden und zweifelhafte die juristische Aufarbeitung nach dem Ende des Nazi-Regimes.
Am Samstag, den 7. Februar von ca. 17:30 bis 20 Uhr konnte ein breites Bündnis, dem auch Odenwald gegen Rechts und der DGB Odenwaldkreis angehören, in Beerfelden in kürzester Zeit über 300 Menschen zu einem Vielfaltsfest „Der Odenwald bleibt BUNT“ mobilisieren.
Ein starkes Signal für Demokratie und rechte Hetze!
Es war ein offenes, friedliches und kreatives Zusammenkommen von ca. 320 Menschen , das ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und demokratische Werte setzte.
Der Anlass für unser Fest war eine zeitgleich angekündigte Veranstaltung der AfD mit dem Gastredner Stefan Brandner (MdB).
Wir zeigten bei dieser Veranstaltung mit Reden, Musik und Kultur gelebte Solidarität und dass wir für eine offene und vielfältige Gesellschaft stehen.
Abgerundet wurde das Fest durch ein ökomenisches Friedensgebet in der Martinskirche das von evangelischen und katholischen Christen, sowie Muslimen gehalten wurde.
Bericht des Dokunetzwerks
Auch das Dokunetzwerk RheinMain hat über den Abend in Beerfelden berichtet:
Brandner war von Januar 2018 bis November 2019 Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages. Er ist der erste Ausschussvorsitzende in der Geschichte des Bundestages, der von den Mitgliedern des Ausschusses abgewählt wurde – begründet mit kontroversen öffentlichen Äußerungen und einem daraus resultierenden Vertrauensverlust.
Zudem gibt es zahlreiche voneinander unabhängige journalistische Quellen, die Brandner dem rechtsextremen Spektrum bzw. dem rechtsextremen AfD‑Flügel zuordnen oder seine Nähe dazu dokumentieren.