Kategorie: Event

  • Workshop: Das wird man wohl noch sagen dürfen!

    Workshop: Das wird man wohl noch sagen dürfen!

    Workshop und Argumentationstraining zum Thema Stammtischparolen

    Stammtischparolen begegnen uns im Alltag häufiger, als uns lieb ist – im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz oder in Gesprächen unter Bekannten. Oft wirken sie einfach, provokant oder harmlos gemeint, aber sie transportieren abwertende und vereinfachende Botschaften. In diesem Workshop wird erläutert, was Stammtischparolen sind, wie sie funktionieren und warum sie so wirksam sein können. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Strategien kennen, um solchen Aussagen zu begegnen. Vom ruhigen Nachfragen bis hin zu klarer Positionierung. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit Stammtischparolen zu gewinnen und eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Anhand gemeinsamer Übungen werden Strategien erarbeitet und auch gleich ausprobiert. Der Workshop findet in Kooperation mit Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun statt und wird gefördert vom Bundesprojekt Demokratie leben vom BMBFSFJ.

    Wo und Wann?

    Samstag, 30. Mai 2026 10:00 – 15:00

    Regionale Diakonie Südhessen
    Bahnhofstr. 38
    Gruppenraum der Regionalen Diakonie Südhessen
    64720 Michelstadt

    Anmeldungen sind erforderlichwissen-macht-stark@diakonie-odenwaldkreis.de

  • Zeitzeugengespräch

    Zeitzeugengespräch

    Zeitzeugengespräch mit Jozefa Posch-Kotyrba

    Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 19:00 Uhr

    Jugendherberge Kloster Höchst, Kirchberg 3, 64739 Höchst i. Odw.

    Józefa Posch-Kotyrba wurde am 17. Februar 1938 in Jaworzno geboren. Ihre gesamte Familie wurde 1943 von der Gestapo verhaftet. Die Kinder wurden von der Mutter getrennt und in verschiedenen Lagern interniert. Die Mutter kam im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben, der Vater wurde als Untergrundkämpfer erschossen.

    Bei Ausbruch des Krieges war Józefa Posch-Kotyrba fünf Jahre alt. Ihr Bruder Mieczysław war acht Jahre alt, die Schwester Gertruda zwei Jahre. Ihr Vater Józef arbeitete in der Kohlengrube „Kościuszko“ in Jaworzno. Ihre Mutter Helena (geb. Wrona) war Schneiderin.

    In der Nacht vom 11. zum 12. August 1943 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern durch die Gestapo verhaftet wegen der Tätigkeit des Vaters im Untergrund. Der Vater war nicht zu Hause und konnte vorerst nicht verhaftet werden.

    Die ersten Stationen der Internierung waren die Gefängnisse in Katowice und Mysłowice. Von dort kamen die Kinder in die sogenannten Polenlager Pogrzebień, Bogumin, Kietrz und schließlich in Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz, wo sie bis zur Befreiung am 21. Januar 1945 inhaftiert waren. Ihre Mutter wurde nach Auschwitz deportiert, wo sie verstarb. Ihr Vater wurde gemeinsam mit anderen Untergrundkämpfern von der Gestapo in Mysłowice erschossen.

    Józefa war zu klein für eine Arbeit außerhalb des Lagers. Sie musste mit anderen kleinen Kindern die Baracken putzen und das Lagergelände in Ordnung halten.

    Alle Geschwister haben überlebt, weil sie zusammen waren und sich gegenseitig unterstützen konnten. Nach der Befreiung fuhren sie mit dem zweiten Transport nach Będzin. Dort kamen sie in einem Krankenhaus unter. Über die Zeitung hatte ihre Großmutter erfahren, wo ihre Enkelkinder sind. Sie organisierte ihre Abholung und nahm die Kinder zu sich.

    Nach dem Krieg besuchte Józefa die Grundschule. Dann kam sie in ein staatliches Internat für jugendliche Waisen in Krzeszowice bei Krakau, wo sie ihr Abitur machte. Anschließend studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Krakau. Nach dem Studium arbeitete sie 30 Jahre als Mathematiklehrerin in ihrer Heimatstadt Jaworzno. Während des Studiums lernte sie ihren ersten Mann kennen. Mit ihm bekam sie zwei Söhne. Sie hat zwei Enkelkinder. Nach dem Tod ihres Mannes 2002 heiratete sie einen Schicksalsgefährten, den Überlebenden Jan Kotyrba. Er starb 2005.

    Sie interessiert sich für Sport, Film und Gartenarbeit. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Verein für Ehemalige Häftlinge. Von Zeit zu Zeit spricht als Zeitzeugin in polnischen Schulen.

    Józefa Posch-Kotyrba kommt seit 2015 als Zeitzeugin ins Bistum Mainz.

    veranstaltet von:

    veranstalter v+e

    Plakat zur Veranstaltung:

  • Tag des Grundgesetzes

    Tag des Grundgesetzes

    Am 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes. Seit mehr als einem dreiviertel Jahrhundert sichert das Grundgesetz in Westdeutschland Freiheit, Frieden und Demokratie. Seit der Wiedervereinigung 1990 gilt das dank der friedlichen Revolution auch für Ostdeutschland.

    Stand von OgR „Grundgesetz feiern“

    Wir, Odenwald gegen rechts, möchten den Geburtstag des Grundgesetzes nutzen um dieses zu feiern und gemeinsam mit Interessierten über die Artikel des Grundgsetzes ins Gespräch kommen.

    Dafür haben wir einen Infostand mit kostenlosem Material und eine kreative Mitmachaktion geplant. Wir freuen uns über jede Person die am 23.05. zwischen 14:00 und 17:00 Uhr bei uns am Stand vorbei kommt!

    Wann?

    23. Mai 2026 von 14 – 17 Uhr.

    Wo?

    Große Gasse, in Michelstadt, gegenüber dem Teeladen

    Was gibt es?

    • einen Stand „Grundgesetz feiern“ mit einer Plakatausstellung zum Grundgesetz
    • einer Mitmach-Malaktion in Wimpelketten oder Zeichenblockpapier zum Thema Grundgesetz.

    Weitere Aktionen zum Grundgesetz im Odenwaldkreis

    Im folgenden empfehlen wir den Besuch von Aktionen befreundeter Organisationen im Odenwaldkreis


    Schon mal das Grundgesetz in der Hand gehalten?

    veranstaltet von der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Sophia in Erbach

    Eröffnung am Samstag, 23. Mai 2026, 17:00 – 18:00

    in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Sophia Erbach
    Hauptstrasse 42
    4711 Erbach

    Ein umfangreiches Medienpaket mit aktueller Sachliteratur zum Thema „Demokratie“ wird zur Ausleihzeit ab dem 23. Mai in der Erbacher Bücherei St. Sophia zur Ausleihe ausgestellt.
    Zugleich erhalten alle Besucherinnen und Besucher kostenlos ein gedrucktes Exemplar der Verfassung des Landes Hessen und des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (solange der Vorrat reicht. Mit dem Projekt „Demokratie stärken“ stärkt der Landesverband Hessen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) die hessischen Bibliotheken in ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Partner bei der Informationsvermittlung.

    Alle Titel können hier online ausgewählt werden: eopac.KoebErbach.de und vor Ort zu den üblichen Öffnungszeiten in der Bücherei – auch während der Ferien – in der Erbacher Hauptstraße 42 ausgeliehen werden:

    Mittwochs 10:00 bis 11:30 Uhr und 15:30 bis 17:00 Uhr,
    Samstags 17:00 bis 18:00 Uhr sowie
    Sonntags 09:30 bis 11:30 Uhr.


    „Wissen macht stark“ veranstaltet Feier zum Geburtstag des Grundgesetzes

    Hinweisen möchten wir auch auf die Feier zum Geburtstag des Grundgesetzes von Wissen macht stark.

    Sie findet am Samstag, 16.05.2026, statt.

    Feier zum Geburtstag des Grundgesetzes mit Vortrag von Prof. Clauia Lohrenscheit zum Thema Menschenrechte von 15:00 bis 17:00 Uhr im Gruppenraum der Regionalen Diakonie Südhessen, Bahnhofstr. 38, 64270 Michelstadt.

    Nähere Infos unter: https://wissen-macht-stark-odenwald.de/veranstaltungen-wms/

    Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Projekt mitWIRken Erbach Michelstadt. 

    Anmeldungen erbeten: wissen-macht-stark@diakonie-odenwaldkreis.de

  • Demokratie Ausstellung in Groß-Umstadt

    Demokratie Ausstellung in Groß-Umstadt

    Die Initiative BUNT STATT BRAUN, Groß-Umstadt zeigt zur Zeit die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.

    Sie zeigt mit drei Stelen, einem Medientisch und interaktiven Elementen die Bedeutung der Demokratie für die Gesellschaft auf und thematisiert die Gefahren, die vom Rechtsextremismus ausgehen.

    Ziel ist es, (junge) Menschen für die Thematik zu sensibilisieren, sie an zentrale Begriffe und Probleme heranzuführen – und sie für demokratisches Engagement zu motivieren.

    Odenwald gegen Rechts BUNT STATT BRAUN unterstützt die Ausstellung und bittet euch diese zu besuchen.

    Wann & Wo

    Sehen könnt ihr die Ausstellung sehen im

    Clubraum der Stadthalle
    Am Darmstädter Schloß 6
    64823 Groß-Umstadt

    Sie ist geöffnet:

    Montags bis freitags: 14 bis 18 Uhr
    Samstags & sonntags: 11 bis 16 Uhr

    In dieser Zeit wird es noch zwei Vorträge geben:

    8. März 16:00 Uhr :„Antifeminismus und die Extreme Rechte“
    und
    14. März 16.00 Uhr „Demokratie unter Druck!?“

    Mehr Infos im Flyer

    Wir freuen uns, dass die Ausstellung statt findet. Sie stand tatsächlich kurz vor dem aus.

    Infos dazu

  • Stolpersteine sind verlegt

    Stolpersteine sind verlegt

    am 23.02. 2026, 13:00 Uhr wurden in einem feierlichen Rahmen  am Montmelianer Platz in Höchst 8 Stolpersteine  für die Jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die damals in diesem Bereich gewohnt haben verlegt. 

    Anschließend wurde für Wilhelm Fröhlich ein Stolperstein in der Friedrich-Ebert-Straße verlegt.

    Verantwortlich für die gelungene Veranstaltung war die AG Stolpersteine aus Höchst.

    Impressionen der Verlegung der Steine für die jüdischen Mitbürger

    Die musikalische Begleitung erfolgte durch Schüler und Schülerinnen der Ernst-Göbel-Schule

    Schüler und Schülerinnen der EGS singen
    Schüler und Schülerinnen der Ernst-Göbelschule, Leitung Hr. Link

    Ansprachen

    Begrüßung durch Harald Staier
    Begrüßung durch Harald Staier Sprecher der AG Stolpersteine
    Ansprache durch Bürgermeister Jens Fröhlich
    Ansprache durch Bürgermeister Jens Fröhlich
    Ansprache durch Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden in Hessen
    Ansprache durch Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden in Hessen

    Verlegung der Stolpersteine der jüdischen Mitbürger

    Stolpersteine vor der Verlegung
    vor der Verlegung
    Die Stolpersteine werden durch  Gunter Demnig verlegt
    Verlegung durch Gunter Demnig
    Die Stolpersteine der jüdischen Mitbürger
    Die Stolpersteine sind verlegt

    weitere Impressionen

    Eine Schuelerin der EGS verliest die Namen auf den Stolpersteinen
    Eine Schuelerin der EGS verliest die Namen auf den Stolpersteinen
    Bürgermeister Jens Fröhlich übergibt Geschenk an Daniel Neumann
    Bürgermeister Jens Fröhlich übergibt Geschenk an Daniel Neumann
    Die Veranstaltung ist gut besucht
    Besucher der Veranstaltung
    Kranzniederlegung am Denkmal der ehemaligen Synagoge
    Kranzniederlegung am Denkmal der ehemaligen Synagoge

    Impressionen der Stolpersteinverlegung für Wilhelm Fröhlich

    Der Enkel von Wilhelm Fröhlich, Wilhelm Fröhlich, spielt Trompete
    Der Enkel von Wilhelm Fröhlich, Wilhelm Fröhlich, spielt Trompete
    Daniel Neumann, Gunter Demnig, Harald Staier und Jens Froehlich
    Daniel Neumann, Gunter Demnig, Harald Staier und Jens Froehlich
    Besucher der Stolpersteinverlegung für Wilhelm Fröhlich
    Besucher der Stolpersteinverlegung für Wilhelm Fröhlich
    Der Stolperstein für Wilhelm Fröhlich
    Der Stolperstein für Wilhelm Fröhlich

    Beitrag im Odenwälder Echo

    Diese Stolpersteinverlegung erfolgte im Zusammenhang der Ausstellung zur „Höchster Blutnacht

    Information zur AG Stolpersteine finden Sie hier.

  • Ausstellung zur Blutnacht von Höchst eröffnet

    Ausstellung zur Blutnacht von Höchst eröffnet

    Die Gemeinde Höchst, die AG Stolpersteine, DGB Odenwald, das Bündnis Odenwald gegen Rechts, die AWO Höchst, und der SPD Ortsverein zeigen im Rathaus die Ausstellung:

    „Die Blutnacht von Höchst“.

    Bild von Wilhelm Fröhlich

    Wilhelm Fröhlich wurde am 2.März 1933 in Höchst von zwei SS
    Leuten ermordet. Fröhlich war zu diesem Zeitpunkt der Vorsitzende der Höchster Sozialdemokraten.

    Die Ausstellung zeigt Bilder aus der „Blutnacht in Höchst“ vom 2. März 1933 und die juristische Aufarbeitung.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Rathaus.

    Die Ausstellung wurde am 10. Februar 2026 eröffnet und kann noch bis zum 10. März 2026 im Höchster Rathaus in den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.

    Eröffnung

    Die Ausstellung wurde im feierlichen Rahmen am 10.Februar 2026 eröffnet.

    Die Begrüßung erfolgte von
    Harald Staier für die Veranstalter und
    Jens Fröhlich als Bürgermeister

    Die Gedenkrede hielt Horst Raupp (Darmstadt, Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen

    In der Rede schilderte Horst Raupp die Vorgänge am Abend des Mordes an Wilhelm Fröhlich, wie die Vorgänge von der Nazi-Justiz umgedeutet wurden und zweifelhafte die juristische Aufarbeitung nach dem Ende des Nazi-Regimes.

    Der Wortlaut der Rede ist unten eingfügt.

    Harald Staier
    Harald Staier
    Jens Fröhlich
    Jens Fröhlich
    Horst Raupp
    Horst Raupp
    Logos der verantwortlichen Organisationen

    Impressionen des Abends

    Gedenkrede von Horst Raupp

    Im Zusammenhang mit der Austellung findet auch eine Stolpersteinverlegung statt.

  • Rückblick: Vielfaltsfest für Demokratie – aktualisiert

    Rückblick: Vielfaltsfest für Demokratie – aktualisiert

    Am Samstag, den 7. Februar von ca. 17:30 bis 20 Uhr konnte ein breites Bündnis, dem auch Odenwald gegen Rechts und der DGB Odenwaldkreis angehören, in Beerfelden in kürzester Zeit über 300 Menschen zu einem Vielfaltsfest „Der Odenwald bleibt BUNT“ mobilisieren.

    Ein starkes Signal für Demokratie und rechte Hetze!

    Logos der Veranstalter des Vielfaltsfests

    Es war ein offenes, friedliches und kreatives Zusammenkommen von ca. 320 Menschen , das ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und demokratische Werte setzte.

    Der Anlass für unser Fest war eine zeitgleich angekündigte Veranstaltung der AfD mit dem Gastredner Stefan Brandner (MdB).

    Wir zeigten bei dieser Veranstaltung mit Reden, Musik und Kultur gelebte Solidarität und dass wir für eine offene und vielfältige Gesellschaft stehen.

    Abgerundet wurde das Fest durch ein ökomenisches Friedensgebet in der Martinskirche das von evangelischen und katholischen Christen, sowie Muslimen gehalten wurde.

    Bericht des Dokunetzwerks

    Auch das Dokunetzwerk RheinMain hat über den Abend in Beerfelden berichtet:

    https://www.dokunetzwerk.org/2026/02/07/wahlkampf-veranstaltung-der-afd-in-beerfelden/

    Impressionen

    Es gab Reden:

    Und Unterhaltung:

    Musik

    Männer spielen Duddelsack und Gitarre
    Hunger und Dorscht
    Mann spielt Posaune
    Alfried Emde
    Band spielt
    Go Ballistic
    Mann spielt Gitarre und singt.
    Lothar Löll
    Mann spielt Ukulele
    Stefan Dietrich
    Chor singt
    Kirchenchor der Martinsgemeinde in Beerfelden

    Bonhoefer-Ausstellung

    Die in Höchst bis Mittwoch gezeigte Bonhoefer-Austellung wurde kurzfristig auch in Beerfelden aufgebaut.

    Bild von Besuchern der Bonhoefer Ausstellung

    Heiße Getränke am Infotisch und in der Moschee

    und einen Kreativstand

    noch mehr Impressionen

    Noch mehr Infos

    Artikel in Echo Online

    Text der Rede von Elisabeth Bühler-Kowarsch, Oberzentrale

    Text der Rede von Horst Raupp, DGB

    vielfalt inhalt2

    Hintergrund zu Stephan Brandner:

    Brandner war von Januar 2018 bis November 2019 Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages. Er ist der erste Ausschussvorsitzende in der Geschichte des Bundestages, der von den Mitgliedern des Ausschusses abgewählt wurde – begründet mit kontroversen öffentlichen Äußerungen und einem daraus resultierenden Vertrauensverlust.

    Zudem gibt es zahlreiche voneinander unabhängige journalistische Quellen, die Brandner dem rechtsextremen Spektrum bzw. dem rechtsextremen AfD‑Flügel zuordnen oder seine Nähe dazu dokumentieren.

  • Dietrich Bonhoeffer Ausstellung  
mit begleitenden Veranstaltungen

    Dietrich Bonhoeffer Ausstellung mit begleitenden Veranstaltungen

    „Wer bin ich? –
    Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“

    Das Evangelische Kirche hat unter dem Titel „Wer bin ich? – Haltung zeigen in stürmischen Zeiten“ eine Ausstellung zu Leben und Wirken des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer entwickelt.

    Diese Ausstellung wird nun in einer Kooperationspartnerschaft des Evangelischen Dekanats Odenwald, der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst und dem „Bündnis Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ anlässlich des „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar“ sowie dem „120 – jährigen Jubiläum des Geburtstags von Dietrich Bonhoeffer am 4. Februar“ gezeigt.

    Um was geht es?

    Stürmische Zeiten gab es nicht nur damals. Gerade im Hinblick auf aktuell wieder aufkeimenden Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rechtspopulistische Meinungsmache und „Fake News“ ist es den Entwicklern der Ausstellung wichtig, einen deutlichen Kontrapunkt zu setzen und an die Schrecken des NS-Regimes zu erinnern. „Wehret den Anfängen!“ und „Nie wieder ist jetzt!“ – diese Weckrufe scheinen nötiger denn je. 

    80 Jahre nach seiner Hinrichtung soll die Ausstellung an den Widerstand des Pfarrers gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus und sein bis in die heutige Zeit wirkendes Vermächtnis erinnern. Sie richtet sich an Erwachsene und Jugendliche und enthält interaktive Elemente, die zum Nachdenken anregen. Genau wie Bonhoeffer in seinem Gedicht „Wer bin ich?“, kann sich jede/r Besucher/in diese Frage – gerade auch im Zusammenhang mit der eigenen Haltung – stellen. Denn bezeichnend für Bonhoeffer war, dass er seine Haltung und Ethik vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens und durch das Kennenlernen anderer Perspektiven und Meinungen immer wieder hinterfragt hat.

    Wo und Wann?

    In Höchst kann die Ausstellung im Evangelischen Gemeindehaus ( Otto-Koch-Haus ) zu den folgend genannten Öffnungszeiten von allen daran interessierten Personen ohne vorherige Anmeldung besichtigt werden. Dabei steht Gemeindepädagogin Eva Heldmann zum Gespräch über die Inhalte der Ausstellung bereit:

     Sonntag, 25.1. von 10.30 – 11.30 Uhr

    Dienstag, 27.1. von 18 – 21 Uhr  

    Freitag, 30.1. von 17 – 19 Uhr

    Samstag, 31.1. von 13 – 18 Uhr

    Sonntag, 1.2. von 10.30 – 11.30 Uhr

    Mittwoch, 4.2. von 18 – 21 Uhr

    Begleitprogramm

    Die Ausstellung wird in Höchst durch folgendes Begleitprogramm ergänzt, das ebenfalls im Evangelischen Gemeindehaus ( Otto-Koch-Haus ) in Höchst stattfindet :

    Sonntag den 25. Januar um 9.30 – 10.30 Uhr

    Gottesdienst von Pfr. i.R. Dr. h.c. Ulrich Schwemer

    Zum Gedenken an Leben und Wirken von Dietrich Bonhoeffer – sowie das Handeln und Versagen der Kirche im Widerstand gegen die Judenverfolgung im Nationalsozialismus“ wird ein Gottesdienst von Pfr. i.R. Dr. h.c. Ulrich Schwemer ( ehem. Vorsitzender von „Im Dialog – Evangelischer Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau“ ) gehalten.

    Holocaust-Gedenktag

    Dienstag den 27. Januar um 19:30–21:00 Uhr

    Pastor Sławomir Sikora aus der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde Stettin stellt per Videokonferenz den „Dietrich-Bonhoeffer-Garten der Ruhe und Meditation“ in Szczecin Zdroje (ehemals Stettin-Finkenwalde) vor.

    Der Garten ist ein internationaler Gedenkort, gestaltet von Jugendlichen aus Hamburg und Stettin.

    Er erinnert an den Ort, an dem Dietrich Bonhoeffer in den Jahren 1935–1937 ein illegales Predigerseminar leitete – und an seinen Weg in den Widerstand gegen das NS-Regime.

    Die Vorstellung des Gartens lädt ein zur Erinnerung, zur Reflexion und zur Auseinandersetzung mit Bonhoeffers Vermächtnis.📍

    Die Videokonferenz findet im Rahmen der Ausstellung „Wer bin ich?“ im evangelischen Gemeindehaus in Höchst statt.

    Eintritt ist frei

    Weiterer Themenabend

    Mittwoch den 4. Februar jeweils um 19.30 – 21 Uhr

    Am gibt es unter Moderation von Gemeindepädagogin Eva Heldmann einen weiteren Themenabend zum gemeinsamen Austausch und zur kritischen Auseinandersetzung . Unter dem Titel „Dem Rad in die Speichen fallen – Von der Pflicht zum Widerstand“ steht das mutige Eintreten Dietrich Bonhoeffers gegen Unrecht im Mittelpunkt – und die Frage, welche Bedeutung sein Vermächtnis für uns heute haben kann.

    In dem Zusammenhang werden auch Aktivitäten dargestellt und Modelle von Denkmälern gezeigt, die zur Erinnerung an Dietrich Bonhoeffer und weitere christliche Widerstandskämpfer und Widerstandskämpferinnen dienen. Diese haben Jugendliche aus weiterführenden bzw beruflichen Schulen in Deutschland ( in Höchst und Michelstadt und Hamburg ) und Schulen in Polen ( in Stettin-Finkenwalde und Czestochowa-Redziny und Breslau ) im Rahmen von Projekten im Religionsunterricht und in der kirchlichen Jugendarbeit gestaltet.

  • Rückblick: Film „Kein Land für Niemand“

    Rückblick: Film „Kein Land für Niemand“

    Auf Initiative der Sprecherin der Odenwälder Grünen, Elisabeth Bühler-Kowarsch, und mit freundlicher Unterstützung von „Odenwald gegen Rechts“ zeigte die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen im Rahmen ihres BÖLL KINO den Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ im Kino „Lichtspiele“ in Höchst. Der Film ist ein Gemeinschaftsprojekt von Sea-Eye, Sea-Watch, United4Rescue, German Doctors, PRO ASYL und dem Mennonitischen Hilfswerk.

    „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ ist ein Film über eine Krise, die weit mehr ist als eine Debatte über Grenzen – es geht um Menschlichkeit, Verantwortung und die Zukunft Europas.

    Unter den zahlreichen Besucher*innen konnte Elisabeth Bühler-Kowarsch auch den Höchster Bürgermeister Jens Fröhlich begrüßen. Landrat Frank Matiaske hatte sich aus Termingründen entschuldigt.

    Für den Kooperationspartner „Odenwald gegen Rechts“ sprach Gunther Fuchs.
    Besonderes Highlight: Einer der Filmemacher, Max Ahrens, war persönlich anwesend und stand den Gästen Rede und Antwort. Dadurch entwickelte sich eine lebhafte und interessante Diskussion. Ebenfalls teilgenommen hat Katarina Hein von der Böll-Stiftung Hessen.

    Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, beleuchtet die katastrophalen Zustände in Geflüchtetenlagern und gibt Überlebenden eine Stimme.

    Durch exklusive Interviews mit Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und politischen Entscheidungsträger*innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die gängigen Narrative über Flucht und Migration.

    Der Film zeigt, wie Angst und Populismus die politische Agenda prägen – und stellt die entscheidenden Fragen: Wie konnte es so weit kommen? Welche Alternativen gibt es zu einem Europa, das sich immer weiter abschottet?

    Zugleich macht der Film deutlich, wie Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen versuchen, Europa zu erreichen – und wie humanitäre Hilfe zunehmend kriminalisiert wird. „Es ist erschütternd, dass die Bundesregierung den Seenotrettungsorganisationen sämtliche Mittel gestrichen hat.

    Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen“, erklärte Elisabeth Bühler-Kowarsch. Bei der Spendensammlung unter den Kinobesucher*innen kamen 450 Euro für die Seenotrettung zusammen. „Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität“, betonte Bühler-Kowarsch. „Jeder Euro hilft, Menschenleben zu retten.“

    Weiter sagte sie: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen. Welches Europa wollen wir? Ein Europa der Menschenrechte und Menschlichkeit oder ein Europa der Abschottung? Diese Frage müssen wir beantworten.“

    siehe auch:

    Bericht der Grünen

  • Rückblick: Kundgebung für Demokratie, Vielfalt
und Zusammenhalt

    Rückblick: Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt

    Am 5. Dezember 2025 rief Odenwald gegen Rechts zur Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt auf.

    Es kamen ca. 200 Menschen um gegen den „Bürgerdialog“, eine Wahlveranstaltung der AfD zu protestieren.

    Hier einige Eindrücke zur Kundgebung:

    Der Aufruf zur Kundgebung:

    Sowie eine Kopie des Artikels im Odenwälder Echo:

    2025 12 05 kundgebung 17