Odenwald gegen Rechts - BUNT statt braun

Einladung zur Bündnissitzung

vom 16. September 2019

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ lädt alle Interessierten zu seiner Sitzung am Mittwoch, den 18.09.2019 um 19.30 Uhr ins Gasthaus „Zum Deutschen Haus“, Bahnhofstraße 22, 64720 Michelstadt herzlich ein. Die Interkulturellen Wochen (IKW) 2019, bilden den Schwerpunkt des Abends. Die Beiträge unseres Bündnisses zur IKW umfassen die Doppel-Ausstellung „Hass vernichtet – Nächstenliebe verbindet“, die noch bis zum 20.09.2019 werktags von 14.00 – 19.00 Uhr in der Aula der TLS (Theodor-Litt-Schule) in Michelstadt zu sehen ist. Die Vorführung des hochaktuellen Films „Die Welle“ erfolgt am 25.09. um 19.00 Uhr im Stadtmuseum in der Kellerei in Michelstadt. Bei der Aktion „Vielfalt auf dem Marktplatz“, die am 21.09. von 14.00 bis 18.00 Uhr vor dem Alten Rathaus in Michelstadt stattfindet, werden wir mit einem Infostand und dem „Anti-Rassismus-Fahrrad“ vertreten sein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Faschismus? Das war einmal!?

vom 16. September 2019

Das ist die Verirrung vergangener Generationen und heute gar nicht mehr möglich? So zumindest ist die landläufige Meinung unter den Schülern des Gymnasiallehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel). Damit kann sich Herr Wenger nicht abfinden. Er startet in seiner Klasse ein Experiment, das den Schülern die Entstehung einer Diktatur am eigenen Leibe vor Augen führen soll. Die Schüler sollen eine Organisation formen, in der Begriffe wie Disziplin und Gemeinschaft die wichtigsten Güter sind. Er selbst ernennt sich zum Anführer der Bewegung und tauft sie: Die Welle. Doch wo Gemeinschaft ist, gibt es schnell auch diejenigen, die nicht dazu gehören wollen oder sollen. Schon wenige Tage nach Beginn des Experiments, werden diese Außenseiter von den Mitgliedern der Welle gemobbt, gehänselt und es kommt noch schlimmer. Wenger muss erkennen, dass er die Kontrolle über das Experiment zunehmend verliert und dass die Lektion für seine Schüler auch ihn unvorbereitet trifft. Die Welle ist die Verfilmung des Romans von Morton Rhue. Dieser geht wiederum auf eine reale Begebenheit zurück: Ein Experiment, das 1967 unter dem Namen ‘The Third Wave’ in Kalifornien stattfand. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen lädt das Bündnis „Odenwald gegen Rechts - bunt statt braun“ in Kooperation mit dem DGB und der Stadt Michelstadt zu einer Vorführung dieses hochaktuellen Films am 25.09.2019 um 19.00 Uhr in das Stadtmuseum in der Kellerei, Storchenwinkel 3, 64720 Michelstadt ein. Der Eintritt ist frei.

Einladung zur Bündnissitzung

vom 9. August 2019

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ lädt alle Interessierten zu seiner Sitzung am Mittwoch, den 14.08.2019 um 19.30 Uhr ins Gasthaus „Zum Deutschen Haus“, Bahnhofstraße 22, 64720 Michelstadt herzlich ein. Die Vorbereitungen für die Interkulturelle Woche (IKW) 2019, bilden den Schwerpunkt des Abends. Die geplanten Beiträge unseres Bündnisses zur IKW umfassen die Ausstellung „Hass vernichtet“ verbunden mit mehreren Schülerworkshops in der TLS (Theodor-Litt-Schule) in Michelstadt. Die Ausstellungseröffnung mit der Aktivistin Irmela Mensah-Schramm ist am 11.09.2019 um 18.00 Uhr. Die Vorführung des Films „Die Welle“ erfolgt am 25.09. um 19.00 Uhr im Stadtmuseum in der Kellerei in Michelstadt. Bei der Aktion „Vielfalt auf dem Marktplatz“, die am 21.09. von 14.00 bis 18.00 Uhr vor dem Alten Rathaus in Michelstadt stattfindet, werden wir mit einem Infostand und dem „Anti-Rassismus-Fahrrad“ vertreten sein. Weiterhin wird u.a. die Teilnahme an der Demonstration zum Antikriegstag (1.9.) in Frankfurt geplant. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Nähere Informationen unter 06061 969911.

„Auf dem rechten Auge blind“

vom 13. Juli 2019

„Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ nimmt Stellung zum Mord an Walter Lübcke

Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten hat große Bestürzung ausgelöst. Nachdem Stephan Ernst, ein seit über 20 Jahren aktiver Neonazi, den Mord gestanden hat, wird seitens der Politik erneut betont, dass nunmehr die rechte Szene besonders in den Fokus genommen wird.

Das begrüßen wir ausdrücklich, aber gleichzeitig wird offensichtlich wie sehr in den letzten Jahrzehnten zumindest weite Teile der Sicherheitsbehörden und besonders des Verfassungsschutzes auf dem “rechten Auge blind” waren. Daran haben die zehn NSU-Morde und die hierzu eingerichteten Untersuchungsausschüsse nichts geändert. Zuerst wurden die Angehörigen verdächtigt und kriminalisiert. Selbst als die Verbrecher enttarnt waren, wurde zu lange an der Einzeltätertheorie festgehalten. Die Netzwerke und Unterstützer blieben unbeachtet.

Offizielle Zahlen von Todesopfern rechter Gewalt seit 1990 werden mit kaum mehr als 50 beziffert, die tatsächliche Zahl liegt bei fast 200. Geschieht ein Verbrechen, wird meist der politische Zusammenhang negiert. Wie kann es sein, dass fast 500 Haftbefehle gegen rechte Gewalttäter nicht vollstreckt werden? Wie kann es sein, dass die Behörden nicht zusammenarbeiten, Akten geschreddert werden? Was ist mit den Akten des Mörders des Regierungspräsidenten Walter Lübcke? Angeblich sind sie nicht vernichtet, dürfen aber nicht verwendet werden.

Nun da ein Vertreter des Staates Opfer geworden ist, geben Behörden und Politik zu, dass das rechte Spektrum von AfD und extremer Rechter deutlicher in das Zentrum der Ermittlungsarbeit gerückt werden muss. Wenn die Empörung gegen Rechtsextreme, die wir bisher oft vermisst haben, ernst gemeint ist, dann muss gehandelt werden. Dazu gehört eine klare Abgrenzung gegenüber der AfD, denn sie hat deutlich dazu beigetragen, rechtes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Das Schlimme daran ist: viele Forderungen der AfD wurden aus opportunistischen Gründen (Stimmenfang) aufgegriffen, wie sich u.a. an der Verschärfung des Asylrechts und an der Sicherheitsdebatte zeigen lässt.

Wenn heute Politiker als Kämpfer gegen Rechts auftreten, sind das leere Worte, solange nicht Sperrvermerke vom Tisch sind, Akten zugänglich sind, die Rolle des Verfassungsschutzes geklärt wird, konsequent jede Vernetzung und Unterstützung aufgedeckt wird, auch in der Polizei, in der Bundeswehr, in der Verwaltung, kurz: in allen Bereichen. Gerade wurde bekannt, dass die Sperrfrist der NSU-Akten von 120 auf 30 Jahre „verkürzt“ wird. Der berechtigte Anspruch auf eine schonungslose und umfassende Aufklärung der Verbrechen soll damit verhindert werden.

Wir fordern mit aller Deutlichkeit die Hessische Landesregierung auf, die NSU-Akten und alle anderen Akten, die zur umfassenden Aufklärung der Morde beitragen, offenzulegen. Anders kann eine Auseinandersetzung mit rechtem Terror in Deutschland nicht stattfinden.

Einladung zur Bündnissitzung

vom 4. Juni 2019

Einladung zur Bündnissitzung

Das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ lädt alle Interessierten zu seiner Sitzung am Mittwoch, den 05.06.2019 um 19.30 Uhr ins Gasthaus „Zum Deutschen Haus“, Bahnhofstraße 22, 64720 Michelstadt herzlich ein. Die Vorbereitungen für die Interkulturelle Woche (IKW) 2019, bilden den Schwerpunkt des Abends.

Die bisher geplanten Beiträge unseres Bündnisses zur IKW umfassen die Ausstellung „Hass vernichtet“ verbunden mit einem Schülerworkshop in der BSO (Berufliches Schulzentrum Odenwaldkreis) in Michelstadt, eine Filmvorführung „Die Welle“ voraussichtlich in Brensbach sowie die Teilnahme am Markt der Möglichkeiten.

Weiterhin werden rechtsextreme Aktivitäten in Mörlenbach, Michelstadt-Steinbach und ein völkisches Siedlungsprojekt im Raum Darmstadt erörtert.

Nähere Informationen unter 06061 969911.

Odenwald gegen Rechts und DGB Odenwaldkreis verurteilen Hakenkreuz- Schmiererei an der jüdischen Synagoge in Michelstadt

vom 13. April 2019

DARMSTADT - Nach dem Rufen verfassungsfeindlicher Parolen und dem Zeigen des Hitlergrußes endete der Donnerstag für einen 46 Jahre alten Mann zunächst im Polizeigewahrsam. In der Nacht, kurz vor 24 Uhr, hatten Zeugen die Polizei verständigt. Der 46-Jährige hatte, offenbar infolge erheblichen Alkoholkonsums, im Bahnhofsbereich lautstark durch sein Verhalten die Aufmerksamkeit von Bahnreisenden auf sich gezogen. Die hinzugeeilten Beamten des 2. Polizeireviers nahmen den Beschuldigten sofort fest und brachten ihn zur Wache. Dort wurde er am frühen Donnerstagmorgen, nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen, wieder auf freien Fuß gesetzt. In gleich mehreren Strafverfahren, wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und des Verdachts der Volksverhetzung, wird er sich nun zukünftig verantworten müssen. In diesem Zusammenhang hatte der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen und die Verfahren eingeleitet.